Omega Fettsäuren einfach erklärt

Unser Gehirn besteht zu 60% aus Fett und verbraucht ca. 25% unserer gesamten Energie und das obwohl das Gehirn nur 2% unseres Körpergewichtes ausmacht. Dass ein gesundes Gehirn also wichtig für unser Wohlbefinden ist, ist wahrscheinlich sogar etwas untertrieben. Omega 3 Fettsäuren sind ein wichtiger Bestandteil unserer Gehirnzellen. Mittlerweile weiß man, dass sich Omega 3 Fettsäuren äußerst positiv auf unsere kognitiven Fähigkeiten auswirken und Alzheimer vorbeugen. Eine unzureichende bzw. falsche Zufuhr an Omega Fettsäuren steckt hinter vielerlei Beschwerden.

Das Wissenschaftschinesisch rund um Omega Fettsäuren

Bestimmt hast du schon mal gehört, dass Omega Fettsäuren essentiell und wichtig für dein körperliches Wohlbefinden sind.

Wenn es um das Thema Fette geht, fallen oft folgende Begriffe:

-Omega 3

-Omega 6

-Omega 9

-EPA

-DHA

-ALA

-Transfette

-gehärtete Fette

 

So weit so gut…

Um einen Überblick zu behalten und zu verstehen, was all diese Begriffe eigentlich bedeuten, ist es wichtig, sich mit der Struktur der unterschiedlichen Fettsäuren auseinander zu setzen.  Dann kann man auch den  Unterschied zwischen all diesen Fettsäuren verstehen und sich merken in welchen Verhältnissen und Mengen der Körper sie benötigt.

Fettsäuren sind so essentiell für unsere Gesundheit! Es ist wichtig sich einigermaßen auszukennen, denn wir sollten unsere eigene Gesundheit so gut es geht selbst verantworten.

 

Was sind Omega Fettsäuren eigentlich?

Zuerst müssen wir einen kleinen Ausflug in die Biochemie der Ernährung machen.

Omega Fettsäuren gehören zu den ungesättigten Fettsäuren. Im Gegensatz zu gesättigten Fettsäuren besitzen sie Doppelbindungen. Je nachdem wo sich diese Doppelbindungen befinden, können die ungesättigten Fettsäuren in Gruppen eingeteilt werden. Bei Omega 3 Fettsäuren befindet sich die erste Doppelbindung am dritten Kohlenstoffatom und bei Omega 6 Fettsäuren am 6. Kohlenstoffatom.

So kann der Körper unterscheiden, um welche Fettsäure es sich handelt, da diese ja unterschiedliche Aufgaben und Prozesse im Körper steuern.

Auf das Verhältnis kommt’s an

Die 2 bekanntesten Omega Fettsäuren sind Omega 3 und Omega 6. Sie beide kommen in unserem Körper vor und haben unterschiedliche Aufgaben. Ausschlaggebend für unsere Gesundheit ist das Verhältnis von Omega 6 zu Omega 3 Fettsäuren.

In unserem Gehirn und auch in der Muttermilch haben wir ein Verhältnis von 1:1
Das ist optimal!

Das Fettsäureverhältnis bei Urvölkern beträgt, wie auch bei unseren Vorfahren, zwischen 1:1 und 3:1 (Omega 6 : Omega3).  Heute wird empfohlen darauf zu achten, dass das Verhältnis 5:1 (Omega 6 : Omega3) nicht übersteigt. Ist das Verhältnis nicht ausgeglichen, wirken sich Omega 6 Fettsäuren negativ auf unsere Gesundheit aus.

Wichtige Funktionen von Omega Fettsäuren

Omega 3

  • hemmen Entzündungen
  • stärken das Immunsystem
  • stimulieren die Zellregeneration
  • Ausgangsprodukt für Eicosanoide
  • stimulieren Proteinstoffwechsel
  • wichtiger Bestandteil in Zellmembran
  • halten die Zellmembran elastisch
  • schützen vor Herzkreislaufproblemen
  • halten die Haut straff
  • haben starke antioxidative Eigenschaften

Omega 6

  • spielt eine Rolle bei Entzündungen
  • reguliert den Energiehaushalt
  • Ausgangsprodukt für Prostaglandin
  • reguliert den Wasserhaushalt in der Haut
  • stimuliert die Zellteilung und Hauterneuerung
  • helfen beim Sauerstofftransport

Das Grundgerüst der Omega 3 und Omega 6 Fettsäuren ist essentiell. Aus diesem Grundgerüst baut der Körper dann die anderen Omega 3 und Omega 6 Fettsäuren. Dieses Grundgerüst ist eine essentielle Grund-Omega Fettsäure, die mit der Nahrung zugeführt werden muss.

 

Omega 3 Fettsäuren

Omega 3 Fettsäuren sind: Alpha Linolensäure (ALA), Eicosapentaensäure (EPA) und Decosahexaensäure (DHA). Alpha Linolensäure ist das Grundgerüst für EPA und DHA.

Alpha Linolensäure ist pflanzlich und kommt vor allem in Samen und Nüssen vor. Gute Quellen sind:

  • Chiasamen
  • Hanfsamen
  • Leinsamen
  • Walnüsse

 

Die aktiven im Körper wirksamen Formen sind EPA und DHA. Der Körper ist in der Lage, diese selbst zu produzieren. Dazu braucht er aber die Ausgangsform ALA (Alpha Linolensäure).

 

Algen sind eine Ausnahme, denn Algenöl enthält von Natur aus EPA und DHA. Über die Nahrungskette gelangen diese Omega 3 Fettsäuren auch schließlich in den Fisch. Es ist also wesentlich effizienter, umweltschonender und gesünder die Ursprungsquelle von EPA und DHA für Nahrungsergänzung heranzuziehen.

 

Omega 6 Fettsäuren

Omega 6 Fettsäuren sind: Linolsäure, Gamma-Linolensäure und Arachidonsäure. Linolsäure ist das Grundgerüst für die anderen zwei omega 6 Fettsäuren.

Linolsäure kommt, wie auch Omega 3, in Samen, Nüssen und pflanzlichen Ölen vor.

Man muss sich keine Sorgen machen, zu wenig Omega 6 Fettsäuren zu sich zu nehmen. Ganz im Gegenteil. Meistens ist das Verhältnis zu Gunsten Omega 6 verschoben und verursacht Entzündungen im Körper.

Aus Linolsäure produziert der Körper nämlich die entzündungsfördernde Arachidonsäure. Ein Überschuss führt zu allergischen Reaktionen, Ausschlägen, Hautproblemen, Juckreiz, Kopfweh und Entzündungen. Außerdem verhindert Omega 6 die Umwandlung von Alpha Linolensäure in die wichtigen Omega 3 Fettsäuren EPA und DHA

Reichlich Omega 6 in Form von Linolsäure kommt vor allem in Sonnenblumenöl, Erdnüssen, Distelöl und Kürbiskernöl vor. Arachidonsäure nimmt man vor allem durch Fleischkonsum auf.

 

Warum Omega 6 Fettsäuren Entzündungen fördern, liest du hier.

 

Ernährung und Omega Fettsäuren

Im Prinzip ist es gar nicht so schwer, auf ein richtiges Verhältnis zwischen Omega 3 und Omega 6 zu achten. Eine vollwertige pflanzliche Ernährung ist reich an Gemüse, Obst, Hülsenfrüchten, Sprossen, sowie Nüssen und Samen in Maßen. Auf Fertigprodukte, verarbeitete Produkt, tierisches Protein und vor allem omega 6 reiche Öle sollte verzichtet werden.

Wenn der Körper alle Nährstoffe hat, die er braucht und gleichzeitig von ungesunder Nahrung verschont wird, können sich unsere Zellen täglich erneuern und Entzündungen im Körper reduziert werden.

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